1800

8. Juni, Pachtvertrag des Bauern Johann Hamann mit Graf Schlippenbach.

1801

22. August, dochowsche Wassermühle und Wagenmeisterhaus abgebrannt.

1802

Kirchenacker verpachtet, 38 Taler pacht.

1806

5. März, Einquartierung russischer Truppen

Juni, Einquartierung der preußischen Kompanie des Majors von Brandtenstein.

1806/07 Krieg Frankreich gegen Preußen (mit Rußland verbündet).

29. oktober Rinmarsch napoleanischer Truppen.

10 November Uckermark wird "la province de la marche ukraine" und muss 1 100 000 Taler Kriegskontribut zahlen.
Kriegskontributionen aus Schapower Kirchenkasse gezahlt:
1806 9 Taler 8 Groschen 4 Pfennige |
1807 4 Taler 8 Groschen 8 Pfennige |
1808 10 Taler 13 Groschen 4 Pfennige;
Nach dem Frieden zu Tilsit (09.07.1807) hätten die Franzosen das Land bis auf wenige Festungen räumen müssen, dies geschah aber erst 1808, bis dahin mussten die Abgaben weiter gezahlt werden. Ab 1809 mussten dann nur noch Abgaben für die französischen Besatzungen der Festungen Stettin und Küstrin gezahlt werden.
Jan. Febr. 1809 1 Taler 2 Groschen |
März, April 1 Taler 3 Groschen 10 Pfennige
(Leider gingen die folgenden Aufzeichnungen 1945 verloren)
Einrichtung einer Gendamerie (aus Kirchenkasse mussten zu diesem Zweck 4 Groschen und 8 Pfennige gezahlt werden), die auch später bestanden haben muss (1828 in der Kirchenrechnung erwähnt; 1905 Fußgendarm).

1807

8. August, Hagelschlag vernichtete fast die ganze Getreideernte, dennoch wurde die Kriegskontribution in voller Höhe gefordert.
Einbruch in der Kirche, 1811 erneute Plünderung der Kirche.

1807 - 1808

Einquartierung verschiedener franz. Truppenteile, unter der die Einwohner unbeschreiblich litte. Seit 1807 "Steinsche Reform" in Preußen. (Aufhebung der Erbuntertänigkeit und Separation)

1809

Soldat Carl Engel "vom aufgelösten Regimente Braunschweig Oels" kehrt aus franz. Gefangenschaft zurück.
16 Bauern

1813-15

Befreiungskriege. 9 Schapower Bürger gefallen. 

1814

55 Wohnhäuser (1809 nur 39), 565 Einwohner (1809 nur 298); 1816 - 278 Einwohner

1830-57

Grenzbeamte in Schapow
1. Januar 1834, Begrüßung des deutschen Zollvereins. (Preußische Binnenzölle schon 1819 abgeschafft) Bis dahin wurden z.B. aus der Kirchenkasse an Zollgeldern gezahlt: 1754 - für 2000 Mauerstein, die 10 Taler; 1500 Dachsteine, die 7 Taler 12 Groschen kosteten, insgesamt 1 Taler 11 Groschen. 1755 - für 1000 Dachsteine 10 Groschen

1838-1894

9 Schapower Bürger mussten ihr Anwesen versteigern. 

1838-1889

6 ihren Besitz verkaufen.

1839

159 Morgen Kirchen- und Pfarrland an 9 Büdner vererbpachtet. Am 21.11.1860 gesamtes Pfarrland und den Pfarrhof ("Gräflicher Hof") dem Grafen Schlippenbach vererbpachtet. Rittergut 1856 in der Matrikel gelöscht.

1843

Erste Ortsarme im Kirchenbuch erwähnt, 1902 Armenhäuslerin.

1845

"Der Rezeß über die Separation der Feldmark Schapow vom 14. und 29. Januar 1845 enthält die Notiz, dass Gebäude und Länderein der Pfarre und Kirche speziell separtiert worden sind" und zwar 1811 (Pfarrarchiv).

1850

5 Weber, eine Schneidemühle, 1 Stellmacher, 1 Schneider (Dochow), 1 Grützmüller

1851

Stellen sich zwei Schapower Bürger nicht der Militärmusterung.

1852

Beginn der Auswanderung der Schapower Bürger (bis etwa 1855) nach Amerika, Afrika und Russland.

1854

612 Einwohner, 130 Schulkinder
Juli und August, Kirchturmreparatur

1861

63 Wohnhäuser, 634 Einwohner 

1866

6. September - 20. Oktober, 24 Choleratote; damals Friedhofserweiterung vorgenommen, da die Choleratoten nicht auf dem Friedhof beerdigt werden durften. 

1867

620 Einwohner

1868

1. April, "Auction eines Teiles des Inventares auf dem vormals Matznick'schen Bauernhofe zu Schapow (Ausbau zwischen Falkenhagen und Schapow)" (Zeitungsnotiz vom 28.03.1868). Fischershof, um den es sich hier handeln muss, ist im Kirchenbuch unter diesem Namen erstmals 1886 erwähnt, Bollmannshof und Rügeshof werden nicht erwähnt. Bollmannshof kam am 03.11.1904 in den Besitz der Familie Bollmann, bisheriger Besitzer war August Elfert. Im Kirchenbuch wird Ende 1800 mehrmals Wetzelshof genannt.