1712

Bericht des Pfarrers Labesius von Schönermark (aus Nachlass Bekmann):"die schapowsche pfarr, so eine viertel meile weges von schönermark liegt und ein filial davon ist von oberwähnten pastoribus curiret, so auch noch geschiehet. weiterhin gehöret das vorwerk wittstock, so in der schönermarkschen heyde eine 4tel meile weges davon gelegen und ihre excellentz dem h. general lieutenent und grafen von schlippenbach auch gehöret. bei dochow auch eine mühle, so auf dem schapowschen felde von halb 4tel meile belegen.

1718

4. Juni, Katastrum der Handwerker: 1 Wohnschmied, 2 Schneider, 2 Garnweber, 1 Rademacher

1727

"der therofen in der schönermarkschen heyde gelegen hat auch seinen gottesdienst in schapo." (kirchbuch). armencasse schönermark - schapo eingerichtet (vielleicht schon früher). aus ihr wurde schuldgeld für mittellose kinder gezahlt (1727: 9 taler, 9 pfg. - dazu aus der kirchenkasse: 3 taler, 22 groschen) und witwen unterstützt (1727: 4 taler, 18 groschen). von 1796 an war sie nur schulkasse für arme schulkinder. ab 1826 wurden aus ihr auch gehälter gezahlt, schulbücher, schulinventar angeschafft. in besonderen notzeiten wurden aus ihr auch sonderspenden verteilt, so z.b. 1771: brotgetreide für arme im wert von insgesamt 35 taler. die kasse, die unter der finanzhoheit des gemeindekirchenrates stand, hatte ihre einnahmen nur aus dem klingelbeutel und ihr gelegentlich zugewiesene strafgelder (1786: 8 groschen pro täter, 1788: "für 27 stück gänse, welche auf der straße gegangen und nicht von der hüte gejagt worden à 2 gr. = 2 taler 6 groschen").

1734

Kirchturmreparatur (Jahreszahl der alten Wetterfahne). 1736 Kirchboden gelegt; 1738 Erneuerung der Emporen; 1783 Kanzel ausgebessert. 

1740

Steinkistengräber entdeckt.

1741

Schule repariert.

1748-49

Schapow zahlte keinen Kalandszins mehr an Prenzlau "weil der Prozess verloren gegangen." (Kämmereirechnung)

1756-62

Schweden in der Uckermark. "die Gegend zwischen Schapow, Dedelow und Ellingen sah häufig umfangreiche schwedische Kriegslager, zu eigentlichen Kampfhandlungen kam es hier dagegen nicht." (Walther 1756, 02.10. - 03.12.: 1500 Schweden in Prenzlau, erpressten 2300 Taler. am 03.12. vertreiben 5 als Husaren verkleidete Postillione in der Haßlebener Heide einen schwedischen Streifzug und damit auch die Schweden aus Prenzlau.)

1758

Rückkehr der Schweden nach Prenzlau,

50 000 Taler Kontribution und Warenlieferungen. Russen vor Schwedt.

1760

Schweden erneut vor Prenzlau, Russen über die oder vorgedrungen. Kriegsschaden in Prenzlau rund 137 000 Taler. 

1761

Große Reparatur am Schulhaus.

1766

"feuer - Leiter - haus" in der Kirchenrechnung erwähnt. (offenbar nur aus holz, denn die Kirchenkasse zahlte 1/3 der Holzrechnung)
große glocke angeschafft, sie kostete 297 Taler 15 Groschen. offenbar wurde sie in Schapow gegossen, denn der Gemeindekirchenrat kaufte holz zum "glocke gießen" (6 klafter = 12 taler und 12 Groschen Stammgeld - Glockenklöppel 2 Taler 15 Groschen, Glockenwelle 3 Taler, Glockenpfanne 22 Groschen 4 Pfennige, Glockentau 4 Taler 20 Groschen). im gleichen Jahr wurde der Kirchenturm verkleidet (10 Taler).

1767

Schulstelle vakant.

1773

Kirchendach umgedeckt (19 Taler 16 Groschen).

1774

Turm neu gedeckt. 59 Wohnhäuser, 305 Einwohner, Ruhrtote

1775

Schneidemühle.

1783

Kirche ausgepflastert.

1791

6 Pockentote (erste Pockenimpfung für kinder am 14.06.1809 in Prenzlau).