1128

Pommersche Missionare sollen an der stelle des heidnischen Triglafftempels (in Prenzlau) die Jakobikirche errichtet haben und 1147 die Ortschaft von Albrecht dem Bären und Heinrich dem Löwen zerstört worden sein, doch sind diese angaben mit recht sehr umstritten. 

1187

Prenzlau in pommerschen Urkunden erwähnt.

1234

Gründung der Stadt Prenzlau.

1250

Gründung der Ortschaft Schapow und Bau der Kirche. der Ort (62,1m über nn) wurde entweder auf alter slawischer Dorfstelle errichtet oder an einem Ort, der nur eine slawische Flurbezeichnung beträgt. Nach Trautmann stammt der Ortsname aus der Sprache der Ostseeslawen: capla = reiter (schapow = reiterhorst ist deshalb wohl eine mögliche Übersetzung bzw. Namenserklärung. Nicht aber Walthers Deutung: schapow = schap (schaf) ow = au (aue), also schapow = schafaue).
Wittstock 1298 urkundlich erwähnt (vysok = hoch).

Dochow bereits 1253 erwähnt (durch = sumpfgeruch).

schapou 1372, schapow 1375, schapow 1542, schapo 1724, schaapow 1797, schapow 1806.

Schapow soll bei seiner Gründung 62 hufen, davon 3 der Kirche und Pfarre gehörig, ausgestattet worden sein. die bis zum Anfang unseres Jahrhunderts erhalten gebliebene Ortsanlage (langgezogenes Straßendorf mit zur Mitte (Kirche) hin zum Dorfanger verbreiteter Dorfstraße, deren enden mehr oder weniger von je einem Dorfteich gekennzeichnet sind) wird ebenfalls für ursprünglich gehalten.

1309

In diesem Jahre sollen die Nonnen des St. Sabinenklosters zu Prenzlau das ganze Dorf gekauft haben. Diese Annahme ist jedoch ganz sicher irrig, denn zum ersten werden 1372/75 besitzer verschiedener Schapower hufe, nicht aber die Klosterjungfrauen, genannt. und haben zweitens noch bis 1409 sich die Nonnen um den Erwerb Schapower Landes bemüht.

06.01.1372

Schapow erstmalig urkundlich erwähnt.
es kauften an diesem tage die kalandsbrüder zu "primzelow" für 10 mark silber dem "henning und godekin von glagau" die einkünfte einer hufe, die vom hofbesitzer herman arndt zu schapow zu leisten waren.

1375

Im "landbuch der mark brandenburg" (landbuch kaiser karl iv) werden ein Krug, eine Mühle und 22 Kossätenstellen erwähnt. von denen aber 5 als wüst bezeichnet werden. Als Grundbesitzer oder Besitzer von Einkünften werden neben dem Schulzen der "vikar hiesiger altares" und die Herren scadebaks, wulfe v. arnnga, v. holtzendorf, gleyer, holtebottel und ein vikar aus Jagow genannt. 

1406

29. September, Gebrüder Eggert, Gerecke und Albrecht von Wulf "dorpheren tho schapou" verkauften alle ihre rechte am Dorf (30 hufen und 15 Katstellen) an das St. Sabinenkloster zu Prenzlau (andere angaben nennen hier erst das Jahr 1460).

1407

Am 2. Februar erwirbt das Sabinenkloster von "titze vom gluen, wanhafftig tho lübbenou" eine zum Hof Arendt Gerde gehörige hufe.

1408

24. Juni, zwei urkunden (im alten Stadtarchiv)

1409

Am 6. Januar veräußerten die Vettern Gerecke Holtzendorff zu Eldberg (Mecklenburg) und zu Jagow, ihren Besitz in Gestalt von 5 bauern- und Kossätenstellen mit allen rechten an das selbe Kloster. die Einkünfte daraus sollten jährlich 18 brandenburgische Pfund, 3 Schilling und 1/2 schock Hühner betragen. die stellen scheinen aber zu jener zeit, wahrscheinlich der immerwährenden Kriegsunruhen zwischen Brandenburg, Magdeburg, Pommern und Mecklenburg verlassen gewesen zu sein. denn es ist in den Verträgen immer die rede von solchen, auf denen z.b. "hans rakow, hans grundmann usw. up gewanet hadde." (walther)

1491

Die Nonnen von St. Sabinen präsentierten dem Bischof von Kammin (Pommern) einen geistlichen für Schapow.