Der Musikant

Ein merkwürdiges Erlebnis hatte auch ein Musikant aus Prenzlau, der in in Schapow gespielt hatte.
In später Nacht noch wollte er über den Quillow in Richtung Prenzlau nach Hause gehen. So stolperte er den dunklen Weg entlang. da tauchte vor ihm ein helles Licht auf. Als er näher kam, sah er auf dem Felde eine festlich gekleidete Anzahl von Herren und Damen in ganz altertümlichen Gewändern. Sie saßen um eine herrlich gedeckte Tafel. Einige von ihnen tanzten auch nach den Klängen einer wunderschönen Melodie.
Ganz gebannt blieb der Musiker stehen. Am meisten aber zogen seine Augen die herllichen Sachen an, die auf der Tafel standen. Wie er sich überlegte, ob er sich nicht an einen der Leute wenden sollte und mit der Bitte um einen Trunk, kam ein schönes Fräulein auf ihn zu. Sie hielt ihm einen Becher mit Wein entgegen und ermunterte ihn zum trinken. Dankbar nahm der durstige Spielmann den Kredenzenden Becher, wendete sich an die Runde und sagte: "Gott segne euch diesen Trunk!"
Kaum aber hatte er die Worte ausgesprochen, da ertönte ein furchtbarer Donnerschlag. Verschwunden waren Tänzer und Tänzerinnen. Die Tafel und Becher, Musik und Licht. Allein stand der Musikant am Quillow und hielt in seiner Hand eine stinkende Zwiebel.